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Weg damit! Wie Du Dein Glück beim Ausmisten findest

Weg damit! Wie Du Dein Glück beim Ausmisten findest

Schau Dich einmal in Deiner Wohnung um. Was siehst Du? Vermutlich ganz normale Zimmer mit einer ganz normalen Menge an Dingen darin. Vielleicht sind die Schubladen und Schränke ein bisschen voll, aber nicht so, dass es wirklich stören würde. Warum solltest Du Dich also mit Ausmisten beschäftigen?

Tatsächlich haben die wenigsten Menschen bewusst ein Problem mit ihren Habseligkeiten. Schon dieses Wort impliziert, dass Haben uns glückselig macht. Und das funktioniert auch ganz oft: Wenn neue Dinge in unser Leben kommen, sind wir glücklich. Doch ein vielleicht noch größeres Glück wartet auf uns, wenn wir diese auch wieder gehen lassen.

FREI-Raum für Körper, Geist und Seele.

Ausmisten dreht sich nur vordergründig um das Aussortieren von Gegenständen. Wenn Du Raum freilegst, Ordnung schaffst und das Wesentliche vom Unwesentlichen trennst, geschieht dies sichtbar in Deiner Wohnung, aber gleichzeitig auch unsichtbar in Deinem Geist. In der Folge wird Dein Leben einfacher und Du immer klarer.
Beim Ausmisten kuratierst Du Dein Leben, bis nur noch das übrig ist, was Dir jetzt völlig entspricht. Das "jetzt" ist ganz besonders wichtig, denn die allermeisten Dinge in unserer Wohnung erzählen uns von der Vergangenheit.
Von verflossenen Interessen, abgelegten Träumen und zu klein gewordenen Jeans. Das kann uns in der Gegenwart blockieren. Beispiel: Mit der alten Gitarre lassen wir auch die Idee gehen, jemals Profimusiker zu werden. (Und das schlechte Gefühl des Scheiterns, das damit verbunden war). Ah, welche Erleichterung!

Goldene Ausmist-Regeln.

Damit Du die maximale Dosis Glück abbekommst, möchte ich Dir beim Ausmisten die folgenden drei praxiserprobten Regeln ans Herz legen:

1. Nimm Dir nicht zu viel vor.

Motivation ist prima. Diese schlägt nur in kürzester Zeit in völlige Frustration um, wenn Du Dich überforderst. Leere darum nicht den Inhalt aller Schränke auf den Fußboden. Die Chance ist groß, dass Du drei Stunden später keine Energie mehr hast und dann im Chaos versinkst.
√úberlege realistisch, wie viel Zeit Du gerade investieren willst und welchen kleinen Teilbereich Du in dieser Zeit bewältigen kannst:
  • In zehn Minuten kannst Du zum Beispiel Deine Handtasche oder Sockenschublade ausmisten.
  • In einer Stunde sind der Kühlschrank oder die Schuhsammlung zu schaffen.
  • Für einen ganzen Tag kannst Du Dir das Kellerabteil oder die Büroschränke vornehmen.

2. Stelle Dir die richtigen Fragen.

Wenn Du Deinen Bereich für heute festgelegt hast, holst Du alle Dinge von ihren Aufbewahrungsorten und legst sie vor Dir aus. Nun nimmst Du jedes in die Hand und fragst Dich:
  • Wie sähe mein Leben heute ohne das Ding aus? Deutlich schlechter > behalten. Genauso wie mit ihm oder besser > weg damit.
  • Welches Gefühl löst dieser Gegenstand jetzt aus? Freude > behalten. Scham, Schuld, Reue, Langeweile, Wut, Trauer > weg damit.
  • Wie oft verwende ich diese Sache? Häufig > behalten. Nie > weg damit. Selten > prüfen, ob Du sie in diesem Fall leihen oder durch etwas anderes ersetzen kannst.

3. Eröffne niemals, wirklich niemals, einen Vielleicht-Stapel.

Es gibt verschiedene Methoden, auszumisten. Einige raten dazu, im Fall einer Unschlüssigkeit eine Kiste für "Behalte ich vielleicht" anzulegen. Tu das nicht. Vertraue darauf, dass jedes Vielleicht eigentlich ein Nein ist und Du jetzt alles Nötige weißt, um diese Entscheidung zu treffen. Es wird später nicht klarer. Ein Vielleicht-Stapel sorgt nur dafür, dass Du Dinge, die Dich nicht spontan begeistern, wieder und wieder in die Hand nehmen musst.


Ausmisten ist ein lebenslanger Prozess, der Dich einige Illusionen und auch Kraft kosten kann. Doch es ist auch unglaublich befriedigend und befreiend. Denn endlich umgibst Du Dich mit Dingen, die Dir wirklich etwas bedeuten. Die widerspiegeln, wer Du bist und was Dich ausmacht. Und das ist es absolut wert.